Rauchmelder retten auch dein Leben!


Brandtote sind Rauchtote: 10 - 15 Brandtote gibt es jährlich in der Steiermark (dazu 70 verletzte), die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht.

 

Feuerwehrmann mit Kind

Nicht immer ist die Feuerwehr schnell genug...

 

In vielen Bundesländern ist daher die Installation und Wartung von Rauchmeldern in privaten Haushalten inzwischen gesetzlich vorgeschrieben. In der Steiermark sind Rauchmelder seit 1.5.2011 in allen, ab diesem Stichtag eingereichten Neubauten, Pflicht. Gegen Sachschäden kann man sich versichern - Sprechen Sie dazu mit Ihrem Versicherungsberater. Ihr Leben schützen Sie mit einem Rauchmelder.



Gemeinsam mit der Fa. Tele Schögler in Gleisdorf ( Neugasse 119, neben Wurm Drive In) haben wir für Sie einen Sonderpreis für Rauchmelder geschaffen. Bringen Sie diesen Bericht mit und sie erhalten folgende Geräte vergünstigt.


TELENOT HD 1000:
Hochwertiger 10 Jahresmelder im kompakten Design. Das Gerät wird mit 2 Schrauben befestigt und läuft dann für die nächsten 10 Jahre. Ein großer Test-Taster ist leicht erreichbar.

Sonderpreis: € 22.- anstatt € 29.- (Listenpreis)

 

ABUS RM10 VdS:
Batteriebetriebener Rauchmelder des deutschen Herstellers ABUS. Geprüft nach DIN EN 14604.

Sonderpreis: € 14.- anstatt € 16.- (Listenpreis)


Herr Schögler, selbst aktives Mitglied bei der FF Gleisdorf, unterstützt und berät sie auch gerne bei Fragen zur Montage der Geräte.


Wie möchten Sie geweckt werden wenn es brennt?


Weiter Informationen zum Thema Rauchmelder: 
 

Die gefährlichsten Mythen

„Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

 „Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar und das Haustier schlafen.

 „Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher - ich bin Nichtraucher.“

 Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftung oder ein Brand in der Nachbarwohnung können Sie gefährden.

„In 5 Minuten ist die Feuerwehr da.“

Stimmt (leider) nicht. Die Durchschnittliche Ausrückezeit nach einem Sirenenalarm lag im Jahr 2014 bei der FF Hofstätten knapp über 4 Minuten. Die Anfahrtszeit beträgt durchschnittlich 10 Minuten. Es dauert Durchschnittlich also 10-15 Minuten, bis die Feuerwehr bei Ihnen ist.

 

Funktionsweise:

Heim-Rauchmelder sind kleine, untertassengroße Geräte, die schnell und zuverlässig vor einem entstehenden Brand warnen. Sie nehmen die Rauchentwicklung bereits im Anfangsstadium eines Feuers wahr und signalisieren die Gefahr durch einen impulsartigen, etwa 85 Dezibel lauten Signalton. 
Die modernen Geräte funktionieren auf photo-optischer Basis, enthalten also keinerlei radioaktive oder sonstige gefährliche Stoffe. In der „Rauchkammer“ sendet eine Leuchtdiode alle paar Sekunden für das menschliche Auge unsichtbare Lichtstrahlen aus. Befinden sich Rauchpartikel in der Kammer, werden die Lichtstrahlen abgelenkt und treffen auf eine Fotodiode. Alarm wird ausgelöst. Die Batterie, die den Rauchmelder mit Energie versorgt, hat eine Lebensdauer von ca. 2 Jahren. Sollte die Batterie-Spannung abfallen, wird dies durch kurze Pfeiftöne im Minutentakt signalisiert – etwa 30 Tage lang!
Rauchmelder sind mit zwei Schrauben einfach an der Zimmerdecke zu montieren und ihr durchdringender Alarm weckt selbst tief schlafende Bewohner und Nachbarn.

 

Qualität erkennen:

Rauchmelder fürs Eigenheim werden heute vielerorts angeboten – vom Baumarkt bis zum Kaffeeshop. Was meistens übersehen wird: Bei diesen Geräten geht es um die Sicherheit, das Leben kann von ihnen abhängen. Qualität ist daher ein wesentliches Kriterium. Wer zu Billigstprodukten greift, die schon um 7 bis 8 Euro erhältlich sind, bekommt für sein Geld kaum ein Qualitätsprodukt.
Um die Spreu vom Weizen zu trennen, ist ein eingehender Blick auf die Verpackung und die Beschreibung des Produktes unerlässlich. Folgende Kriterien weisen auf ein Qualitätsprodukt hin: 

  • Herstellung nach ISO 12239
  • VdS-Zulassung
  • CE-Kennzeichnung und das ERG/GS Prüfzeichen
  • DIN 14 676
  • Mindestens 85 dB Lautstärke in 3 m Entfernung
  • Sperre gegen Montage ohne eingelegte Batterie.

Ein Kriterium von Qualitätsmeldern ist die Funktionsprüfung der Rauchkammer. Dies geschieht, indem bei Drücken des Prüfknopfs über einen Hebelmechanismus ein winziger Spatel in die Rauchkammer eingeführt wird. Dieser „Fremdkörper“ führt zur Ablenkung des von der Leuchtdiode periodisch ausgesandten Lichtstrahls. Ein Qualitätsmelder löst bei dieser Prüfung erst nach einigen Sekunden zunächst einen Voralarm aus: die Kontrollleuchte beginnt zu blinken. Bleibt der Prüfknopf weiter gedrückt, löst der Melder nach einigen weiteren Sekunden den akustischen Alarm aus.
Misstrauisch sollte daher das unmittelbare Ertönen der Hupe bei Drücken des Prüfknopfs machen: ein solcher „Prüfeffekt“ weist darauf hin, dass bei diesem Melder lediglich die Rauchkammer mittels Schalter überbrückt und die eigentliche Funktion der Rauchkammer nicht überprüft wird – es werden lediglich Spannungsversorgung und Hupe getestet. Leider ist dieses wesentliche Qualitätskriterium bei einigen im Umlauf befindlichen Tests von Konsumentschutzorganisationen unbeachtet geblieben...

 

Problem: Fehlalarme

Ein ständiges Thema sind Fehlalarme. Die meisten am Markt befindlichen Melder weisen das eine oder andere Prüfzeichen auf und werden meist auch bei Rauchentwicklung Alarm auslösen (wie viel Rauch notwendig ist, schwankt bei verschiedenen Produkten). Das Problem der häufigen Fehlalarme durch mangelhafte Temperaturbeständigkeit der Elektronik oder Staub, Insekten usw. bringt die Besitzer oft so weit, dass sie den Melder abmontieren und außer Betrieb setzen. Ein Grund mehr, auf Qualität zu achten.
Mit Rauchmeldern ist es ähnlich wie mit einer guten Flasche Wein: Auch diese hat beim Winzer ihren Preis. Wein im Billigmarkt und im Tetrapack zu kaufen, ist eine Alternative. Trinkbar sind wohl beide Weine. Ob man nach dem Genuss am nächsten Tag Kopfschmerzen hat, ist eine andere Geschichte.
Beim „schlechten“, nicht funktionierenden oder wegen ständiger Fehlalarme abmontierten Rauchmelder könnte es freilich sein, dass man am nächsten Tag überhaupt nichts mehr spürt…

 

2 Varianten der Stromversorgung:

Preisgünstige Rauchmelder werden meistens mit einer 9V Batterie betrieben. Diese hält ca. 12-24 Monate. Wird die Batterie schwächer meldet sich das Gerät mit einem Signalton und die rote Lampe blinkt. Sie haben danach noch mindestens 30 Tage Zeit, die Batterie zu erneuern. Nach ca. 10 jahren ist das Gerät komplett zu tauschen, da die Sensoreinheit durch Schmutz gestört wird. BESSER sind die neuen Melder mit einer 10 Jahres Batterie. Diese hält mindestens 10 Jahre und man braucht in diesem Zeitraum keine Batterie tauschen.

 

Aktueller Anlasss:

Er kürzlich starben bei einem tragischen Brand 2 Kinder und ein Erwachsener. Unter Umständen hätte auch hier ein Rauchmelder Leben retten können. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Haus bereits im Vollbrand und es war keine Rettung mehr möglich. Dieses Ereignis hat sich die FF Hofstätten zum Anlass genommen, für eine weitere Verbreitung von Rauchmeldern zu werben.

 

 

 

Text: Kulmer Andreas, Österreichischer Bundesfeuerwehrverband

Fotos: Fa. Telenot, Fa. ABUS, LFV Steiermark, APA, Fotolia



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